Die Si-German Rex
German Rex mit Siam-Zeichnung




Erklärung Si-Rex  -  Woher kam sie?  -  Wie ging es weiter?

Erste Mink-GRX  -  Erste GRX auf Ausstellung  Fazit  -  Farbtabelle POINT

Farbtabelle MINK

Bericht von Herrn G. Glück, erster Si-GRX-Züchter in den 80er Jahren


 

Was heißt Si-Rex?

Die Bezeichnung Si-Rex setzt sich aus den Worten Siam und Rexkatzen zusammen. Es handelt sich hier um  Rexkatzen mit Akromelanismus (Spitzenfärbung / Point). 

Sie ist eine relativ junge Variante mit Masken-Zeichnung, die über Jahre als eigene Rasse abgelehnt wurde. Sie wurde schließlich anerkannt und ihr wurde der Championstatus zugebilligt.

Am bekanntesten waren bislang Cornish Rexkatzen mit einer Siamzeichnung. 


Die Si-GRX:
Am 14. August 1981 wurde die erste Si-German Rex
"Diane II von Zeitz" (seal tortie tabby point) bei Familie Wöllner geboren. Sie war das Kind einer Vollgeschwisterverpaarung. Ihre Eltern waren "Xerri" und "Xanti von Zeitz". Dieane sorgte für reges Aufsehen in der GRX-Zucht.

Wie ich von Frau Wöllner erfuhr, war Diane nicht für die Zucht geplant. Sie sollte als Liebhabertier abgegeben werden, denn sie wirkte sehr unscheinbar, sehr klein und viel zu zart für die GRX-Zucht. Ganz anders als die bisherigen großen und kräftigen Lockenkatzen. Sie hatte eher die Statur einer Orientalin, außerdem eine "sonderbare" noch nie aufgetretene Fellfarbe bei German Rexkatzen.  

Aber wie so oft, kommt es erstens anders als man zweitens denkt. 

Der GRX-begeisterte Züchter, Herr Rudi Glück (Cattery "vom Glücksanger/ Glücksklee), wollte einen neuen Kater für seine Zucht, "Bor von Zeitz", bei Fam. Wöllner begutachten. Doch da saß noch das  kleine "Hascherl".  Er war so fasziniert von dieser Kleinen, dass er sie ebenfalls mitnehmen "musste". Mit etwas Widerwillen gab Familie Wöllner "Diane" ab, aber eher nicht für die Zucht. 

Ich denke, hätten sie damals schon gewusst, welche hübsche Farbvariante man mit ihr in der GRX-Zucht  erzielen kann, so wäre die Entscheidung mit Sicherheit anders ausgefallen.

Mitte der 80er Jahre wollten die German Rexzüchter ihren Pointkätzchen einen eigenen Namen vergeben. Vorschläge wie "Rexiam", "Grexiam" und ähnliches setzten sich leider nicht durch.

Bitte lesen Sie dazu den Originalbericht von Herrn Glück über
"Rexiam".


Doch woher kam diese Siamzeichnung?

Gehen wir noch weiter zurück in die Vergangenheit der gelockten Katzen.
Wir kennen die Geschichte der German Rex.  Da waren "Lämmchens" erste Nachfolger. Wunderschön gelockt, wie schwarz lackiert. Weiter gab es den Cornish Rex ("Kallibunker"), den man 1950 in Cornwall entdeckte und "Kirlee" ein Devon Rex der 1960 in Devonshire auftauchte. 


Viele Wünsche kamen bei den Rexliebhabern  auf.  Man wollte gern den Nachweis erbringen, ob es sich bei allen drei Rexarten um eine Mutation handelt und wenn ja, ob alle das gleiche Lockengen besitzen. Man träumte von neuen Farbschlägen.  

Doch vorerst kreuzte man, um auch den Genpool zu vergrößern, Siamesen, Burmesen, BKH und Perser in die Cornish bzw. Devon Rex ein. Diese Nachfolger wurden wiederum mit German Rexkatzen verpaart.
Zwischen CRX und GRX erhielt man gelockte Jungtiere. Also beide tragen das gleiche Gen, jedoch mit der Devon Rex erhielt man nur glatthaarige Tiere.

Der German-Rex-Kater
"Roland vom Grund" (white) und die Katze "Silke vom Grund" (white, Züchter: Bronisch / Berlin Ost) waren Kinder von "Hasse" bzw. "Hetty Plys af Wessel"
und Träger eines Doppelrexgens.

Aber auch die Siamzeichnung wurde über Generationen rezessiv in allen Rexrassen mitgetragen. Bei der GRX kam sie erst durch Vollgeschwisterverpaarungen wieder zum Vorschein. 



Wie ging es weiter mit der Si-German Rex?

Die Zucht der Cattery "vom Glücksanger / v. Glücksklee" wurde über Jahre mit "Diane II v. Zeitz" und "Bor v. Zeitz" (black) aufgebaut. Es wurden viele Maskentiere bzw. Maskenträger geboren. Erste Nachfolger waren die Geschwister "Sissirex" und "Sexyrex" die am 1.11. 1985 das Licht der Welt erblickten (
Foto). Somit war auch bewiesen, dass der schwarze "Bor" ein Pointträger war.

1998 wurde in der schweizerischen Cattery "The Frizzled Frolic" ebenfalls aus einer Vollgeschwisterverpaarung heraus, eine Point-GRX geboren (Bonsai the Frizzled Frolic). Frau Schwarzenbach war sehr überrascht über das Kätzchen mit der besonderen Farbabzeichnung im Gesicht. Jedoch besitzt sie gute Kenntnisse beim Lesen der Stammbäume und fand sofort des Rätsels Lösung. 

Eine weitere Überraschung lieferte mir 2001 unsere Hybridin "Lump Sugar the Frizzled Frolic" mit einem Jungtier in Mink (Tonkanesenfarbe, eine Mischung aus Siam und Burma). Unsere
"Estrella-Rex vom Batu" färbte sich mit drei Monaten plötzlich fast braun und die bisher blauen Augen entwickelten sich plötzlich zu türkisen "Edelsteinen". 
Inzwischen erblickten bei uns noch weitere Mink-Kätzchen von dieser Katzenmutter das Licht der Welt. Zuvor wurde eine derartige Färbung in dieser Zuchtlinie noch nicht vorgefunden. 



Wer war die erste Si-German Rex auf Ausstellungen?

Nachweislich wurde "Alpha-Rex vom Glücksklee" (Tochter von "Sexyrex") am 10.09.1989 in Ludwigshafen (DRU) von Familie Glück ausgestellt. Sie wurde Rassebeste und erhielt somit ein CAC von der Richterin Mme. Nouel. Hier können Sie die Originabewertung nachlesen. 
Doch wie wir aus Erzählungen von den alten Zuchthasen erfahren haben, wurden schon vor Alpha-Rex die erste Si-GRX auf Shows präsentiert.


Fazit:
Über viele Jahre war den GRX-Züchtern, durch die Seltenheit der Rasse, das Geheimnis der Si-GRX verborgen geblieben. Erst durch unseren Besuch bei Herrn Rudi Glück (siehe "
Die neue Geschichte der GRX"), konnten wir die Geschichte dieser Farbvarietät vervollständigen. Seit dem Jahre 2000 haben wir die Möglichkeit, mit unserer GRX "Batu Happy von Quiomme" (noch geboren bei Fam. Glück), Urenkelin von "Diane" und "Bor", diese hübsche Zeichnung, an die Nachfolger weiterzugeben.


Ilona Jänicke (Cattery: Saxon Glory)

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I. Jänicke © 15. Januar 2009 10:26
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